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Herzlich willkommen auf den Internetseiten der
LAG Verkehr Bündnis 90/Die Grünen NRW

Auf der Startseite unseres Internet-Auftritts, möchten wir Euch zunächst einen Überblick über aktuelle Artikel zum Thema “Verkehr und Mobilität” geben. Desweiteren möchten wir Euch auf unseren Seiten einen Überblick über die LAG Verkehr NRW, ihre Arbeit und Aktuere geben.

Seid Ihr auch an der Mitarbeit in der LAG Verkehr interessiert? Wollt Ihr uns bei einer unserer Sitzungen besuchen? Oder wollt Ihr uns als Blog-Autor unterstützen? Habt Ihr Themen, die wir aus Eurer Sicht auf den LAG-Sitzungen besprechen oder hier in den Newsbereich einstellen sollten?

Dann sprecht uns bitte an. Wir freuen uns auf Eure Mitarbeit!

Nun wünschen wir Euch bei der Lektüre unserer Seiten viel Spaß!

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19Jun

Schienenkollaps NRW

SchienenkollapsLiebe Interessierte am Grünen Verkehr!

Die Umsetzung der Energiewende ist eine Herausforderung, die viele Bereiche grüner Politik betrifft. Nicht nur die Energieproduktion oder die energetische Gebäudesanierung sind gefragt.

Auch der Verkehrssektor muss jetzt zukunftsfähig und nachhaltig aufgestellt werden.

Wir verfolgen das Leitbild einer nachhaltigen Mobilität, bei der die verschiedenen Verkehrsträger intelligent vernetzt sind und insbesondere der Güterverkehr auf umweltverträgliche Verkehrsträger verlagert wird.

Eine wichtige Säule ist dabei der Schienenverkehr. Wir müssen weiter daran arbeiten, möglichst viele Güter von der Straße auf die Schiene zu bringen. NRW steht hier, als Ziel- und Transitland des Hinterlandverkehrs der großen niederländischen und belgischen Nordseehäfen, vor großen Herausforderungen. Wir müssen jetzt die Weichen stellen, um den reibungslosen Personen- und Güterverkehr auf der Schiene langfristig gewährleisten zu können.

Bettina Herlitzius, Arndt Klocke, Tom Wagener, Sigrun Katscher und Rolf Beu

Hinterlandverkehr der ZARA-Häfen

Die großen niederländischen und belgischen Nordseehäfen Zeebrügge, Amsterdam, Rotterdam und Antwerpen (ZARA-Häfen) sind für die deutsche Wirtschaft von zentraler Bedeutung. Das schlägt sich darin nieder, dass über ein Drittel des Containerumschlags der Häfen Deutschland als Ziel- oder Transitland hat.

Die Betuwe-Linie ist die Hauptschienenverbindung zwischen dem Hafen Rotterdam und dem Ruhrgebiet und führt mitten durch die niederrheinischen Orte Emmerich und Wesel, bis nach Oberhausen.

Am Tag schlängeln sich rund 170 Züge langsam, aber laut durch den kleinen Ort Emmerich, der an der niederländischen Grenze liegt. Acht Stunden am Tag teilen geschlossene Bahnschranken die Stadt in zwei Ortsteile.

Bis 2025 soll sich der Anteil der Güterzüge auf dem deutschen Teil der sogenannten Betuwe-Linie zwischen Emmerich und Oberhausen verdreifachen, da der Hafen Rotterdam seine Kapazitäten in den vergangenen Jahren enorm ausgebaut hat.

Die Niederländer haben auf die Expansion des Hafens Rotterdam reagiert und die Bahnverbindung bis zur Grenze nach neustem Standard ausgebaut, vergleichsweise wurde auf der deutschen Seite die Entwicklung der ZARAHäfen bisher weitgehend verschlafen.

In Deutschland wird über die Notwendigkeit der Elbvertiefung gestritten, und es wird ewig an dem neuen Jade-Weser-Port in Wilhelmshaven und an Bahnstrecken, wie Nürnberg – Erfurt gebaut, mit einem Güterverkehrsaufkommen von weniger als 30 Zügen am Tag, während sich unbemerkt von großen Teilen der Verkehrspolitik in Berlin die Verkehre in Europa anders entwickelt.

Der Gesamtgüterumschlag der ZARA-Häfen ist heute fast viermal so groß und der reine Containerumschlag ist anderthalbmal so hoch, wie der der deutschen Universalhäfen (Hamburg, Bremen, Wilhelmshafen) und das Verkehrsaufkommen der ZARA-Häfen wird noch weiter ansteigen, da alle Häfen in den Niederlanden und in Belgien ambitionierte Ausbaupläne haben. Sie wollen ihren Anteil am Welthandel weiter steigern.

Güterverkehrskorridore –Transeuropäische Netze (TEN)

Ein gelegentlicher Blick der Berliner Verkehrsexperten nach Brüssel hätte ausgereicht, um auf die derzeitigen und zukünftigen Entwicklungen des Schienengüterverkehrs aufmerksam zu werden.

Die Europäische Union hat bereits vor Jahren die sogenannten Transeuropäischen Netze (TEN) als Güterverkehrskorridore für die Schiene festgelegt.

Der Hinterlandverkehr der ZARA-Häfen soll insbesondere über die europäischen Güterverkehrskorridore Nr. 1 (Rotterdam/Amsterdam – Duisburg – Köln – Basel – Mailand/Genua) und Nr. 8 (Antwerpen – Aachen – Köln – Hannover – Berlin – Warschau) abgewickelt werden.

Bereits heute treten auf den beiden durch Deutschland verlaufenden Güterverkehrskorridoren in Richtung Süd- und Mittel-Ost-Europa massive Probleme auf. Brüssel hat Berlin schon mehrfach aufgefordert, die TEN-Korridore mit der neuen Zugsicherungstechnik ERTMS auszustatten, um die Leistung zu steigern, aber Berlin diskutiert lieber über die verschiedenen technischen Systeme anstatt endlich zu handeln.

Kapazitätsgrenzen der grenzüberschreitenden Bahnstrecken bald erreicht

Entlang der gesamten Rheinschiene, beginnend an der deutsch-niederländischen bzw. deutsch-belgischen Grenze bis nach Süddeutschland, geht es im Bahnverkehr heute um nichts anderes, als um die Aufrechterhaltung der derzeitigen Netzqualität.

Auf einer gemeinsamen Veranstaltung der Grünen Bundestagsfraktion und der nordrheinwestfälischen grünen Landtagsfraktion wurde im November 2012 eine Studie des Ingenieurbüros für Verkehrswesen und Verfahrensentwicklung (IVV) vorgestellt, die sich explizit mit der Frage des Hinterlandverkehrs der ZARA-Häfen befasst.

Die IVV-Studie stellt dar, dass die wichtigen grenzüberschreitenden Bahnstrecken nach Belgien und in die Niederlanden in den nächsten Jahren ihre Kapazitätsgrenzen erreichen werden.

Die Strecke Aachen-Köln wird bereits 2015 ihre Kapazitätsgrenze erreichen.

Auf den Strecken Aachen-Mönchengladbach- Duisburg und Venlo-Viersen wird eine vollständige Auslastung für das Jahr 2020 prognostiziert.

Auf der deutschen Betuwe-Linie wird die Belastungsgrenze 2025 erreicht sein.

Ein weiterer Ausbau des regionalen Schienenpersonennahverkehrs, oder neue Hochgeschwindigkeitsverbindungen, wie die geplante ICE-Verbindung Frankfurt-Brüssel-London, würden die Situation auf den grenzüberschreitenden Bahnstrecken noch deutlich verschärfen, da die Prognosen von einem gleichbleibenden Personenverkehrsaufkommen ausgehen.

Der Hinterlandverkehr ist aber nicht nur eine Herausforderung, sondern er ist auch unabdingbar für den Wirtschaftsstandort Deutschland und besonders für die wirtschaftliche Entwicklung in NRW.

Wir brauchen eine gute Hinterlandverbindung für den Güterverkehr, und wir Grüne wollen davon so viel wie möglich auf die Schiene bringen.

Wir brauchen dringend Lösungen für den zunehmenden Güterverkehr, auch entlang der Rheinschiene. Das Mittelrheintal ist ein Nadelöhr, durch das sich der Güterverkehr in Richtung Süddeutschland und Südeuropa zwängt und das kaum noch freie Kapazitäten für zusätzlichen Bahnverkehr hat.

Grundsätzlich muss die immer stärkere Zunahme des gesamten Güterverkehrs auch kritisch betrachtet werden. Aber auch ohne Verkehrszunahme, muss die Verlagerung von Verkehr auf die Schiene weiter vorangetrieben werden.

Bundesverkehrswegeplan

Der aktuelle Bundesverkehrswegeplan (BVWP), der die geplanten Investitionen des Bundes in die Verkehrsinfrastruktur festlegt, ignoriert den Hinterlandverkehr der ZARA Häfen.

Selbst die Finanzierung für die bereits im BVWP enthaltenen Schienenprojekte ist keineswegs gesichert, da der Plan völlig überzeichnet ist.

Die tatsächlich vorhandenen Haushaltsmittel würden gerade einmal ausreichen, um die bereits begonnenen Projekte des BVWP fertigzustellen, so dass selbst die Realisierung der Infrastrukturmaßnahmen im sogenannten „vordringlichen Bedarf“ des BVWP nicht durchfinanziert ist.

Der BVWP entspricht mit seinem Sammelsurium verschiedenster Maßnahmen einer Wunschliste und nicht einem verkehrspolitischen Gesamtkonzept.

Bei der Aufstellung des neuen BVWP hält die Bundesregierung am bisherigen Verfahren fest, bei dem die durch die Bundesländer gemeldeten Wunschprojekte zu einer endlos langen und unfinanzierbaren Liste zusammengetragen werden.

Die Chance einer längst überfälligen Festlegung auf ein Kernnetz und der sich daraus ergebenden Priorisierung wurde mit der laufenden Erstellung des BVWP nach dem alten Muster erneut vertan.

Lösungsansätze

Wir Grüne fordern, dass zukünftig jede Anmeldung eines Verkehrsprojektes für den BVWP hinsichtlich der Wirkung im Gesamtnetz geprüft wird, damit den Erhaltungsmaßnahmen sowie den Maßnahmen zur Beseitigung von Engpässen im bestehenden Verkehrsnetz Vorrang vor den Neubaumaßnahmen eingeräumt wird.

Kurzfristig sind insbesondere Maßnahmen umsetzbar, die keine langwierigen Raumordnungs- bzw. Planfeststellungsverfahren erfordern, sondern die als Ausbaumöglichkeiten von vorhandenen Infrastrukturen betrachtet werden können.

Wir müssen uns von Leuchtturmprojekten in der Verkehrsplanung und großen Neubaustrecken weitestgehend verabschieden.

Bei der Finanzierung des Ausbaus der Bahnstrecken muss auch die Möglichkeit einer Mitfinanzierung durch die Wirtschaft, ähnlich der LKW-Maut, diskutiert werden.

Die Kapazitätsprobleme der Schienenknotenpunkte bedürfen unserer besonderen Aufmerksamkeit, da sie die entscheidenden Nadelöhre sind, deren Funktionieren für das Gesamtnetz unabdingbar ist. Wenn der Verkehr reibungslos über teure Ausbaustrecken fließt, aber am nächsten Knoten stecken bleibt, ist niemandem geholfen.

Die aktuellen Planungen der Bahn AG und der Nahverkehr Rheinland GmbH (NVR) für den Knoten Köln sind ein Beispiel dafür, dass durch eine kleinteilige Betrachtung und den punktuellen Ausbau bzw. die Zusammenlegung mit anstehenden Erhaltungsmaßnahmen die Effizienz deutlich gesteigert werden kann.

Der Finanzierungsrahmen für die Ertüchtigung des Bahnknotens Köln wird trotz der Größenordnung des Gesamtprojektes in einem überschaubaren Rahmen im Verhältnis zu Großprojekten, wie zum Beispiel der Ausbaustrecke Wendlingen – Ulm, bleiben.

Lärmschutz und Transparenz

Wo auch immer Maßnahmen in Angriff genommen werden, sind Menschen betroffen, die frühzeitig in die Planungen eingebunden und vollständig über deren Ergebnisse informiert werden müssen.

Die Problematik der unzumutbaren Lärmbelastung für die Anwohner, die entlang der verschiedenen Bahntrassen wohnen, ist nach wie vor ungelöst.

Dem Lärmschutz an den Neu- und Ausbaustrecken kommt ein besonders hoher Stellenwert zu.

Auch an den bestehenden Strecken müssen die Lärmwerte schrittweise an die Werte, die für Neu- und Ausbaustrecken gelten, angepasst werden.

Nur wenn die Bürgerinnen und Bürger ernst genommen werden, kann eine Akzeptanz für Maßnahmen vor Ort geschaffen werden.

Flyer als PDF herunterladen

15Apr

Neues Team der LAG Verkehr

Am 13.04.13 wurde turnusgemäß von den Mitgliedern der Landesarbeitsgemeinschaft LAG Verkehr NRW ein neues SprecherINNENteam gewählt sowie durch zwei BeisitzerINNEN erweitert. Weiter wurden Delegierte in die  Bundesarbeitsgemeinschaft BAG Verkehr gewählt.

Das Team ist nun wie folgt zusammengesetzt:

Sprecher/-inn: Tom Wagener und Sigrun Katscher
Beisitzer / -inn: Andreas Sommer und Cordula Ungruh

Als Delegierte der LAG für die Bundesarbeitsgemeinschaft BAG Verkehr wurden gewählt: Sigrun Katscher, Norbert Czerwinski
Als Ersatzdelegierte wurden gewählt: Cordula Ungruh, Mona Neubaur, Tom Wagener, Jörg Thiele und Andreas Sommer.

Sprecher und Delegierte

hinten von links: Andreas Sommer, Norbert Czerwinski, Tom Wagener; vorne von links: Sigrun Katscher, Jörg Thiele, Cordula Ungruh

01Okt

Einladung zur Sitzun der LAG Verkehr am 06.10.12 in Düsseldorf

Liebe Freundinnen und Freunde des grünen Verkehrs,

kaum sind die Sommerferien vorbei, schon stehen die Herbstferien vor der Tür.
Doch bevor diese eingeläutet werden, haben wir noch eine Sitzung der LAG Verkehr vereinbart, an die ich Euch nochmal erinnern möchte.

Wann: am 06.10.2012, 11:00 bis ca. 14:00 Uhr
Wo: Räumlichkeiten der Grünen Fraktion Düsseldorf, Marktplatz 3, 40213 Düsseldorf, T: 0211-8992152

Als Beratungspunkte schlagen wir Euch vor:
1. Neues aus dem Bund
2. Neues aus dem Land
3. Neues aus Verbünden
4. Vorbesprechung der nächsten BAG Verkehr-Sitzung in Berlin
5. Planung der BAG Verkehr-Sitzung in Essen im Frühjahr 2013
6. Neues aus den KVen
7. Termine
8. Verschiedenes

Wir freuen uns auf Euer zahlreiches Erscheinen.

für das SprecherINNENteam

Viele Grüße

Tom

27Sep

Kurzprotokoll zur LAG-Sitzung Verkehr vom 25.08.2012 in Dortmund

Sitzungsleitung: Sigrun Katscher
Teilnehmer: die Teilnehmerliste kann bei dem LAG-Sprecherteam eingesehen werden

Die Tagesordnung wird wie folgt beschlossen:
Neues aus dem Land
Schwerpunktthema 30-90-120: Tempolimitdiskussion
Neues aus dem Bund
Vortrag über den Rad- und Pedelec-Verkehr aus Sicht des ADFC
Neues aus Verbünden
Bericht des LAG-Sprecherteams und BAG-Delegierten
Verschiedenes

Zu TOP 1:
Arndt Klocke berichtet über die neue Zusammensetzung und Aufgabenteilung der Grünen Landtagsfraktion NRW. Er selbst übernimmt wieder die Aufgabe des Verkehrspolitischen Sprechers, Rolf Beu wird Sprecher für ÖPNV und Bahnpolitik sowie Beauftragter für Regionalräte und Landschaftsverbände.
Horst Becker übernimmt das Amt des Parlamentarischen Staatssekretärs für den ländlichen Raum im Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz und ist nicht mehr für Bereich Verkehr zuständig.
Arndt berichtet über die neue Zusammensetzung des Verkehrsausschusses, in dem von 14 Mitgliedern, 3 Grüne vertreten sind. Weiter wird über Personalien und erwartete Zielsetzungen der SPD berichtet.
Rolf Beu stellt sich und seine Themenschwerpunkte vor.
Arndt und Rolf berichten über die Koalitionsverhandlungen und über die zukünftigen Themenschwerpunkte im Verkehrsbereich:
Schnellradwege sollen forciert werden
An der Einführung des Sozialtickets wird festgehalten
An der Straßenpiorisierungsliste wird festgehalten
Das ÖPNV-Gesetz wird voran getrieben
Die SPD lässt durchblicken, dass sie eine PKW-Maut anstrebt – Grüne sind dagegen
Arndt und Rolf bitten darum, ihnen auch zwischen den Sitzungsterminen Anfragen und Informationen zukommen zu lassen, *gerne über die LAG Verkehr, damit auch diese eingebunden ist.
Zu TOP 2:
Es folgt eine Diskussion zu dem Thema Geschwindigkeitslimits:
- 30 km/h in Städten
- 90 km/h auf Landstraßen
- 120 km/h (bzw. 130 km/h) auf Autobahnen
Die Diskussion verläuft lebendig aber nicht kontrovers. Die LAG einigt sich darauf das Thema zu verschieben zu dazu ggf. ein abgestimmtes Positionspapier zu erarbeiten.
Zu TOP 3:
Bettina Herlitzius berichtet über neue Entwicklungen auf der Bundesebene. Sie stellt klar, dass es derzeit “größere Themen” in Berlin gäbe als die Tempolimitdiskussion, z.B. die Finanzkrise, die Rentenfrage, die Spardebatte. Im einzelnen geht sie auch auf folgende Punkte ein:
- Länderrat und Urwahl
- Änderung der KFZ-Kennzeichen (“Luftnummer”)
- Erhöhung / Ausweitung der LKW-Maut
- Bundesverkehrsplan (derzeit Bahn, im Herbst Straße)
- Offensive Debatte über die Verteilung der Zuständigkeiten für Fördergelder
- Entwicklungen bei Thalis und die Folgen für den innerdeutschen Bahnverkehr
TOP 4:
Es folgt ein Vortrag von Herrn Blanke (ADFC), in dem die Unterschiede zwischen Pedelecs und E-Bikes aufgezeigt werden. Eine textliche Zusammenfassung wird an die Anwesenden verteilt.
Zu TOP 5:
Norbert und Rolf berichten über die aktuellen Entwicklungen in den Verbünden, insbesondere:
- Die Einführung des Sozialticket stockt, die Einführung des Sckokotickets schreitet voran. Dabei gibt es jedoch Probleme/Widerstände in ländlichen Regionen mit schlechter ÖPNV-Anbindung, wie in Goch oder Geldern.
- Die Fahrradplätze in Bus und Bahn werden teurer
- in Düsseldorf wurden die “multimodalen Tickets” eingeführt, der Erfolg ist aber derzeit minimal.
- Die Tarife sollen die Hälfte der Kosten decken – das würde zu einer Kostensteigerung von ca. 5 % führen
Zu TOP 6:
Norbert, Peter und Britta verabschieden sich aus dem LAG-Sprecherteam, stehen aber bis zu den Neuwahlen im Frühjahr 2013 als Ansprechpersonen zur Verfügung. Alle sagen zu, auch zukünftig in der LAG Verkehr weiterhin mitarbeiten zu wollen.
Die LAG bedankt sich für die geleistete Arbeit.
Zu TOP 7:
Die nächsten LAG Sitzungen finden am
- 6. Oktober 2012 von 11 bis 14 Uhr in Fraktionräumen der Grünen im Rathaus Düsseldorf , Thema: Vorbereitung der BAG-Mobilität in Berlin und Essen (im Frühjahr 2013)
- 19. – 20 Oktober 2012 BAG Mobilität in Berlin
- 24. November 2012 von 11 bis 14 Uhr im Büro des Kreisverbandes in Dortmund
Zu TOP 8:
Es folgen Diskussionen zu Organisation und Durchführung künftiger LAG-Sitzungen. Insbesondere wird darauf gezielt, weniger externe einzubinden und mehr interne Diskussionen zuzulassen.

19Jun

Betuwe: Resolution zum Schienenbonus

Damit später kein Mensch behaupten kann, er habe von all diesen Dingen nichts gewusst…

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Pläne der Bundesregierung und der Deutschen Bahn AG, die Rheintalbahn am Oberrhein zu planen und zu bauen, als sei der Schienenbonus bereits abgeschafft, während der Schienenbonus in Höhe von fünf Dezibel (A) beim dreigleisigen Ausbau der sogenannten Betuweroute zwischen deutsch/niederländischer Staatsgrenze und Oberhausen beziehungsweise Duisburg bei der Ermittlung der Lärmschutzmaßnahmen nach wie vor noch berücksichtigt werden soll, ist den betroffenen Menschen am rechten Niederrhein kaum zu vermitteln, zumal es sich bei beiden Streckenabschnitten um Teile der europäischen Transversale zwischen Rotterdam und Genua bezihungsweise Lyon handelt. Um zu erreichen, das die Betuweroute ebenfalls geplant und ausgebaut wird, als sei der Schienenbonus der Schienenbonus bereits Geschichte hat es in der Vergangenheit auf der politischen Ebene eine Vielzahl von Bemühungen gegeben. Als Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft “Betuwe” hat Holger Schlierf namens der Kommunen Emmerich, Rees, Hamminkeln, Wesel, Voerde, Dinslaken und Oberhausen sowie einiger Bürgerinitiativen “Betuwe so nicht” aus der Region die Vorsitzenden der Fraktionen im Kreistag und den Landrat des Kreises Wesel, Bundes- und nordrhein-westfälische Landtagsabgeordnete sowie die verkehrspolitischen Sprecher der Bundes- und Landtagsfraktionen vor einigen Wochen mit einer Resolution [resolution 12 (betuwe) als Anlage im Anhang] gebeten, die Forderung der Menschen am rechten Niederrhein zu unterstützen, den umstrittenen Schienenbonus beim Ausbau der Betuweroute ebenfalls zu streichen.

Inzwischen zeichnet sich allerdings ab, dass der Schienenbonus im Gegensatz zu den Ankündigungen in der Koalitionsvereinbarung der schwarz-gelben Bundesregierung weder in dieser Legislaturperiode abgeschafft noch bis zum Ende der Wahlzeit im kommenden Jahr im Bundestag und (oder) in anderen Fachgremien wie dem Verkehrsausschuss in irgendeiner Form erneut thematisiert wird. Kanzleramtsminister Ronald Pofalla (Bund rüttelt nicht am Schienenbonus) hat die Haltung der Bundesregierung vor Wochen aus meiner schlichten Sicht mit aller Deutlichkeit zum Ausdruck gebracht – jedoch nicht im Sinne der bahnlärm-geplagten Menschen am rechten Niederrhein. Nach Ansicht von Vertreter der Bürgerinitiativen wird der Schienenbonus während der Ausbauphase der Betuweroute fallen und auf diese Weise eine erhebliche Benachteiligung für die Region geschaffen wird.

Ungeachtet dieser Resolution sowie der politischen Entwicklung (Auflösung und Neuwahl des nordrhein-westfälischen Landtags) hat sich Manfred Flore als Sprecher und Vorsitzender der Bürgerinitiative “Betuwe so nicht” aus Oberhausen jetzt im Namen der Organisation an den Petitionsausschuss des Bundestags gewandt, um zu erreichen, dass sich der Petitionsausschuss des Bundestages mit dem Thema befasst, damit der umstrittene Schienenbonus bei der Berechnung des Lärmschutzes an Bahnstrecken noch in der laufenden Legislaturperiode abgeschafft wird – insbesondere bezieht sich der Verfasser auf den dreigleisigen Ausbau der Betuweroute zwischen deutsch/niederländischer Staatsgrenze und Duisburg, der sich derzeit mit seinen zwölf Abschnitten im Planfeststellungsverfahren befindet.

Der entsprechende Bericht zu den Aktivitäten von Manfred Flore kann in den Zeitungen der Mediengruppe “WAZ” im Internetportal “Der Westen” unter der Adresse

http://www.derwesten.de/region/niederrhein/betuwe-initiative-weg-mit-dem-schienenbonus-id6690922.html

nachgelesen werden.

In ihrer elektronischen Fassung kann die Petition auf den Seiten des Bundestages unter der Adresse

https://epetitionen.bundestag.de/index.php?action=petition;sa=details;petition=24149

abgerufen werden.

Um zu erreichen, dass sich der Petitionsausschuss mit der Forderung beschäftigt, muss die Petition von 50000 Petenten mitgezeichnet werden. Um dieses here Ziel auch erreichen zu können, bitte ich Sie und die übrigen Mitglieder Ihrer Ratsfraktion nach Absprache mit Manfred Flore nicht nur, die elektronische Fassung der Petition mit zu zeichnen, um der kommunalen Resolution und dem Unmut der Menschen am rechten Niederrhein über die derzeitige Entwicklung beim Ausbau der Betuweroute den entsprechenden Nachdruck zu verleihen. Ich möchte Sie auch bitten, sich als Multiplikator zur Verfügung zu stellen und diese Mail über ihre Fraktion hinaus auch anderen Mitgliedern Ihrer Partei und (oder) Gruppe sowie Ihrem Frendes- und Bekanntenkreis zukommen zu lassen – mit der Bitte, die Petition mit zu zeichnen. Der Aufwand ist relativ gering und dauert nur wenige Minuten, da sich (neue) Petenten, die das System zum ersten Male nutzen, zunächst registrieren müssen. Der Vorgang der Registrierung wird auf der entsprechenden Seite auch ausführlich erläutert. Die Zeichnungsfrist endet am 20. Juni 2012.

Ich halte es für wichtig, dass möglichst große Anzahl an Menschen am rechten Niederrhein und in anderen Teilen dieser unserer Republik angesprochen und ermuntert wird, sich an der Aktion zu beteiligen – auch auf die Gefahr hin, das einige Mitstreiter mehrfach angemailt werden.

Für Ihr Entgegenkommen und Ihre Mühe bedanke ich mich bereits an dieser Stelle. Falls diese Mail trotz mehrfachen Lesens noch Fehler enthält, bitte ich um Nachsicht, denn als Journalist und ehemaliger Redakteur bin ich der deutschen Sprache zwar in Wort und Schrift mächtig, meinen eigenen Texten gegenüber jedoch betriebsblind.

Mit freundlichen Grüßen

Hanspeter Zabel

Resolution als PDF-Datei

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