Spurwechsel

Lesetipp von Steffi Leisenheimer
Der Satz „Wir sind jung und haben ein Bedürfnis nach Mobilität!“ macht neugierig, ebenso die Forderung „Wir wollen die Mobilität von morgen und für morgen“!

Die Broschüre SPURWECHSEL einer Studierendengruppe rund um Prof. Heiner Monheim, belohnt diese Neugier.

Der rote Faden, der sich durch das Werk zieht, ist dabei ganz klar und eindeutig: Das Auto kann die Mobilitätsbedürfnisse in Zukunft nicht befriedigen, der ÖV muss wieder zur Nummer 1 werden; flexibel, zuverlässig und ökologisch! Schön ist, dass das Thema in dem Heft nicht nur von einer Seite betrachtet wird, sondern auch politisch, historisch, systemtechnisch und von Seiten der Vermarktung. Dabei wird ein durchaus interessanter Bogen gespannt von Bahnhöfen, als den „Kathedralen des Fortschrittes“ bis hin zu urbanen Seilbahnsystemen, von Legenden auf Schienen und der Bahnkultur der 50er Jahre bis zur heutigen Lust auf Reisen und der Mobilitätskultur allgemein . Natürlich geht es aber auch um den Klimawandel, um die Versiegelung der Städte und um Kosten und den Öffentlichen Verkehr als Wirtschaftsfaktor. Schön ist dabei, dass auch so vermeintlich banale Dinge wie das Styling einer Straßenbahn oder die Gestaltung einer Haltestelle bedacht werden.
Eine wirklich empfehlenswerte Lektüre, die mit schönen Bildern und einer positiven Herangehensweise, dem öffentlichen Verkehr einen überaus sympathischen Touch gibt und ihn mit der ansprechenden Aufmachung aus der manchmal etwas angestaubten Ecke der wissenschaftlichen Beschäftigung mit Verkehrsthemen befreit.

Zum Weiterlesen oder auch zum Ansehen der Ausstellung, die es zu der Broschüre gibt: http://www.generation-spurwechsel.de/index.php

Quelle

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